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Das journalistische LOL im Social Web

Das journalistische LOL im Social Web

flickr/Giraffe/Martin Pettitt

Schon ziemlich lange habe ich mir über diese Thematik Gedanken gemacht. Nämlich darüber, welcher Content denn im Social Web nun King ist. Bei privaten Accounts. Und ob man das überhaupt festlegen kann. Gleich vorweg: Festlegen kann man das nicht. Aber wie zu allem hab ich auch hier meine ganz eigene ausgetüftelte Meinung. “Denn ins Social Web gehört …” ist schon einmal falsch.

Ich spreche hier ausschließlich von privaten Accounts. Personen, die mit ihrem richtigen Namen und einem echten Foto im Netz präsent sind.

Anlassfall ist wie zu so vielen meiner Blogposts ein alltägliches Gespräch. Über das was ich mache. Warum ich das mache. Und überhaupt: Wozu das alles? Die Bedeutung des Social Webs ist den Leuten ja noch ganz gut zu erläutern aber richtig haarig wird’s bei Twitter. Das Konzept dieser kurzen Meldungen in dieser minimalistischen Form scheint nur sehr langsam oder gar nicht durchzudringen. Weil Interesse bestand, hab ich dann mal so hergezeigt, wie es funktionieren könnte. Und vor allem: Wie es für mich funktioniert. Dann DER Satz: “Du schreibst doch nur persönliche Geschichten aus deinem Alltag. Wen interessiert denn das schon?” Es folgte außerdem die Diskussion, ob so viel persönliche Information nicht verfänglich sei.

Nach meinem ewig gleichen “Na so ca. 650 Menschen” kam ich doch ins Grübeln. Sind wir jetzt lustig oder ernst?

Meine gedankliche Reise brachte ich dann an irgendwann ganz an die Wurzeln und ich kam zu dem Resultat: Wir verfolgen Menschen im Social Web genau weil wir Einsichten in ihr Leben bekommen wollen. Das ist der einzige Grund. Was macht derjenige? Wie denkt er? Wie verhält er sich? Welche Meinung hat er zu bestimmten Themen? Das wollen wir und manchmal bekommen wir das auch.

Für Pressemeldungen und Artikel habe ich andere Medien. Dafür brauche ich keine sozialen Netzwerke. Der große Mehrwert, den mir diese Plattformen im Hinblick auf Personen liefern, ist der kleine, spannende Einblick in ihr Leben. Abstreiten braucht das keiner. Denn es ist auch nix schlimmes. Interesse an anderen Menschen ist was Schönes, also ganz ruhig bleiben.

Deshalb ist die Frage, ob “Hab mein damaliges Lieblingskuscheltier, eine Giraffe, Lilly Langhals getauft” wirklich so dämlich ist. Sinnbefreit vielleicht aber es ist ein Teil meines Lebens, den ich euch gerne erzählen wollte. Und es gab Menschen, die es gerne lesen wollten also warum streiten wir dann überhaupt? Denn genau in diesem Moment hat diese Meldung seine Daseinsberechtigung. Obwohl man es mir und meinen Meldungen vielleicht nicht anmerkt, überlege ich mir vor jedem “Send” ganz genau, ob ich euch das jetzt erzählen möchte oder nicht. Bei einigen anderen Updates, die grundsätzlich sinnvoller, intelligenter und super wichtig erscheinen, bin ich mir da allerdings nicht so sicher.

Konkret meine ich jene Accounts, die zwar nicht preisgeben, was ihnen gerade lustiges im Supermarkt passiert ist aber dafür recht heikle, persönliche Stellungnahmen zu politischen Geschehnissen. Auch Journalisten sind subjektiv, ganz klar, aber durch ihre besondere Position nehmen sie sich selbst den Ruf als neutraler Berichterstatter. Denn ich sitze dann vor meiner Zeitung, lese einen Artikel, der grundsätzlich in Ordnung ist und Geschehnisse neutral beschreibt aber im Hinterkopf schwingen mir die Tweets des Autors, die zeigen, was er wirklich denkt. Eigentlich würde ich den Artikel gerne genauso neutral lesen wie früher. Wenn ich wissen will, was der Autor persönlich über dieses und jenes denkt, lese ich seine Kommentare oder seine Glossen. Aber viel öfter will ich einfach nur wissen, was passiert ist und mir zu allererst mein eigenes Bild davon machen. Journalisten, die Tage zuvor im Netz über heikle Themen ablästern und über beteiligte Personen der Geschichte im großen Stil herziehen, hindern mich daran.

Ich will hier keinem das Recht absprechen, seine Meinung zu sagen, aber besonders Journalisten sollten etwas vorsichtiger sein, was nicht nur Einschätzungen sondern vor allem das Lästern und Lächerlichmachen angeht. Ich weiß schon, dass vierzig Retweets und “LOLs” von der geschätzten Community wahnsinnig egofreundlich sind aber ich würde mir teilweise mehr Informationen von Journalisten wünschen, die man in der Zeitung vielleicht nicht zu lesen bekommt als einen Lästertweet nach dem anderen.

Da find ich meinen Giraffentweet plötzlich wieder wahnsinnig unverfänglich.

1 Comment

  1. lol..giraffentweet :D du hast kollektives stalking hübsch zusammengefasst ;)

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