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Floskelmadness

Floskelmadness

flickr/Pink Sherbet Photography/A Case of the Rainy Day Blah

Menschen lügen bis zu 200 Mal am Tag. Egal ob wir dem Schaffner im Bus erzählen wir hätten unsere Jahreskarte nur zu Hause vergessen, ob wir der Kassiererin im Supermarkt sagen wir hätten es nicht kleiner weil wir zu faul sind die Münzen herauszukramen oder ob wir dem den Jungs und Mädels von Greenpeace erzählen, wir seien noch keine 18 Jahren alt,können deswegen nichts unterschreiben nur um uns den Vortrag über die Regenwaldabholzung nicht anhören zu müssen. Die charmanteste Form der Lügen sind dabei eigentlich noch die Floskeln.

Eine Floskel ist per Definition eine feste (stereotype) Redewendung oder Aussage, über deren Sinn man nicht mehr nachdenkt, eine Redensart. Oft ist eine Floskel abgedroschen, abgegriffen, leer, nichts sagend aber höflich. Daher auch der gängige Begriff der Höflichkeitsfloskel.

Anders als viele glauben ist aber kein Mensch schlecht oder asozial, wenn er Floskeln verwendet. Ich denke, wir können gar nicht anders. Sie sind ein Instrument um mit der Fülle an Information umzugehen, die wir täglich untergejubelt bekommen. Denn es wäre für uns unmöglich uns tatsächlich mit all dem, was uns jeden Tag so unterkommt eingehend zu beschäftigen. Da würde uns eher früher als später der Schädel explodieren.

Floskeln sind aber auch ein soziales Instrument. Nur weil wir es allein durch die begrenzte Denkleistung pro Tag nicht schaffen uns allen Angelegenheiten unserer Mitmenschen in aller Ausführlichkeit zu widmen, heißt das nicht, dass wir uns nicht für sie interessieren. Um ihnen aber ein Gefühl der Wertschätzung zu geben und Interesse zu zeigen an dem was sie uns erzählen, benutzen wir Floskeln.

Naja und dann gibt’s Floskeln auch um die Nervtröten in unserem Umfeld abzuwimmeln. Weil es uns schlicht und ergreifend scheißegal ist, welches neue Handtäschchen sie sich gegönnt haben, wie das Hotel in Hintertupfingen war oder was gerade im Büro mit den neuen Kollegen falsch läuft. Bekommt jetzt keinen Heulkrampf, das ist völlig normal. Weil wir das aber nicht jedem so ins Gesicht sagen können bei dem wir uns das denken weil wir mit demjenigen verwandt sind, zusammen arbeiten müssen, eine Gruppenarbeit auf der Uni aufstellen sollen oder sonst wie sozial verpflichtet sind, interessiert zu tun, gibt’s Floskeln. Danke, Gott!

Floskeln haben eigentlich nur einen Haken: Sie sind nicht eindeutig als solche zu erkennen. Alle Sätze, die ich nachfolgend mal mir erlaubt habe, zusammen zu schreiben, können auch vollkommen ernst gemeint sein und von Herzen kommen. Spuckt also bitte nicht dem nächsten Mitmenschen ins Gesicht, der sich euch gegenüber so äußert. Meist klärt einen die zwischenmenschliche Beziehung aber darüber auf, ob man gerade mit einer Floskeln abgespeist wurde oder nicht. Und hey, auch Freunde, Mütter und Lieblingskollegen verwenden sie euch gegenüber, versprochen. Es kann sich einfach nicht jeder für alles interessieren. Das tut ihr auch nicht. Liebe!

Ich glaube nicht, dass wegen Floskeln schon Freundschaften oder Bekanntschaften in die Brüche gegangen sind. Wenn Floskeln der Auslöser waren, dann war Desinteresse an der jeweiligen Person der Grund.
Ich glaube aber schon, dass es Menschen manchmal merken, wenn man sie mit einer unehrlich gemeinten Floskel abspeist. Auch wenn derjenige deswegen nicht gleich ausflippt ist es einfach kein schönes Gefühl. Also ist es vielleicht oftmals besser, zu sagen, dass man für das Thema gerade keinen Kopf hat oder auch das allgegenwärtige “Wie geht’s dir?” wegzulassen wenn man sowieso nichts hören will außer “eh gut”.

Ein paar meiner liebsten Floskeln, die mehrheitlich auch als solche fungieren habe ich dann aber doch aufschreiben müssen. Habe dazu auch die geneigte Twitteria befragt, die in solchen Angelegenheiten immer besonders einfallsreich ist. Ergänzungen absolut erwünscht.

 

Kontaktfloskeln

 

“Wie geht’s dir?”

“Ich ruf dich an”

“Melde dich doch, wenn du wieder da bist”

“Wir bleiben in Kontakt!”

“Wir hören uns”

“Wir müssen unbedingt mal wieder was machen!”

 

Beziehungsfloskeln

 

“Ich dich auch” !

“Es liegt nicht an dir”

“Ich verstehe was du meinst”

“Oh das tut mir leid”

“Echt? Das wusste ich nicht”

“Bleib wie du bist”

“Es geht schon”

“Ich kann das allein”

“Ich bin nicht hinter deinem Geld her” :)

 

Erscheinungsbildfloskeln alias tatsächliche Lügen

 

“Sieht gut das”

“Steht dir gut”

“Du hast dich überhaupt nicht verändert”

 

Sonstiges

 

“Und was willst du nach dem Studium machen?”

“Ja ich mach das heute noch”

“Ich hatte keine Zeit”

 

EVERYDAY I’M FLOSKELING!

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6 Comments

  1. Ich hab zwei nervige Kollegen beim RK, die jedesmal – unabhängig von einander – wenn sie in den Dienst kommen, jeden einzelnen der Mannschaft mit “Hallo. Na, wie geht’s?” begrüßen. Meine Vermutung, das passiert irgendwie aus der Panik heraus, sich irgendwie und sei es noch so belanglos zu unterhalten, wobei es doch so viele andere Gesprächspunkte bei der Dienstübergabe geben würde.

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  2. Spezieller Fall: Telefonfloskeln.
    Zum Beispiel… nein halt. Nicht, dass das dann jemand hier liest. (Auslassungslüge)

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  3. Die von dir genannten “Kontaktfloskeln” verwende ich wirklich oft. Also “Meld dich mal wieder”, “wir rufen uns zusammen”, “das nächste Mal dauert’s nicht so lange bis wir uns wieder sehen”.

    Und dann dauert es wieder 3 Monate bis man es schafft um gemeinsam einen Kaffee zu trinken. Das ganze ist aber wirklich nicht bösartig. Es passiert auch bei guten Freunden, die aber einfach nicht den Platz im Leben einnehmen, dass man täglich daran denken würde sich wieder zu melden.

    Eine ganz schlimme Floskel (die besonders in größeren Firmen auftritt) ist für mich “Mahlzeit”. Wenn Kollegen einfach um die Mittagszeit einmal durch die ganze Firma laufen und jedem ein “Mahlzeit” entgegen schmettern.

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  4. @Mathias Ja, stimmt! Hab mal in einer sehr großen Firma Ferialpraktikum gemacht wo ab 11:00 “Mahlzeit” die ganz normale Grußformel war. Hab ich auch nie kapiert.

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  5. Ich bin mit meiner Firma da kein Maßstab, aber “Mahlzeit” ist bei uns gang und gebe. Vielleicht weils bei uns offiziell auch schon um 7:30 losgeht, oder weils seit jeher so der Brauch ist. Keine Ahnung.

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  6. Das mit dem Mahlzeit versteh ich zwar bis heut nit, aber ist bei uns auch so.. ab 11 Uhr wird bei uns im Werk jeder mit Mahlzeit gegrüßt.. :D egal ob man ihn kennt oder nit.

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