doudoune canada goose canada goose pas cher canada goose femme ugg bottes pas cher uggs pas cher uggs bottes
bottes ugg ugg pas cher ugg soldes ugg france uggs pas cher canada goose pas cher canada goose praka doudoune canada goose doudoune moncler femme moncler pas cher doudoune moncler doudoune moncler pas cher doudoune moncler homme
uggs pas cher moncler pas cher canada goose pas cher canada goose the north face canada goose parka doudoune moncler pas cher ugg bottes pas cher uggs bottes

Fashioncamp 2012 – Blogger aufrütteln

Fashioncamp 2012 – Blogger aufrütteln


Die Crew

Am vergangenen Wochenende besuchte ich, wenn auch urlaubsbedingt nur sehr kurz, das Fashioncamp Vienna 2012. Ich hielt gemeinsam mit Ivy eine Session namens “Bloggerszene: Was fehlt, ist Mut” bei der ich die Ergebnisse meiner Bloggerstudie und die Schlüsse, die ich daraus zog, vorstellte. Im Anschluss gab es eine Diskussion. Obwohl ich mir bei den Themen der Kennzeichnung, Ehrlichkeit und Transparenz in Weblogs schön langsam selbst denke “Ok danke, ja, wir habens kapiert” hat sich gezeigt, dass wir mit dem Thema noch sehr am Anfang stehen.

Vorab: Ich kann in meinem Review über das Fashioncamp aufgrund zu kurzer Anwesenheit leider wenig über die Cupcakes, die Bastelsessions oder über den Inhalt der Goodiebags berichten, werde aber inhaltlich meinen Senf dazu abgeben. Sorry. Oder nicht sorry.

Iwona startete in die Session mit ein paar Impulsen, die zeigten, dass Bloggern in Österreich der Mut fehlt. Da wird in persönlichen Gesprächen über Produkte, Dienstleistungen und Veranstaltungen gelästert, was das Zeug hält und in den dazugehörigen Blogbeiträgen liest man dann Eitel, Schneitel, Sonnenschein. Alles super, alles fein, alles cupcake. Und das, obwohl Blogs meinungsmachende Medien sind, die für ihre Leser eine vertrauensvolle und wichtige Informationsquelle sind. Aber zum Stellenwert der Leserschaft will ich später noch kommen. Ivy hat in ihrem Blogbeitrag unsere beiden Folien online gestellt.

Ich habe nachgelegt und die Ergebnisse meiner Blogstudie, die ich im Rahmen meiner Magisterarbeit durchgeführt habe, vorgestellt. Grundsätzlicher Tenor ist hierbei, dass meine 461 Befragten bezahlten Reviews in Weblogs grundsätzlich große Skepsis entgegen bringen und diese von Haus aus als nicht vertrauenswürdig, unglaubwürdig und primär am finanziellen Vorteil des Bloggers orientiert einstufen. Abgeleitet daraus habe ich vier Gebote für bezahlte Reviews in Weblogs:

1) Du sollst kennzeichnen – Siehe Mediengesetz Paragraph 26. Ja, wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, bezahlte Inhalte als solches zu kennzeichnen. Von der moralischen Verpflichtung mal ganz abgesehen.
2) Du sollst ehrlich sein – Wenn etwas schlecht war, sollte man das auch so kommunizieren.
3) Du sollst deinem Stil treu bleiben – Fashionblogs, die nichts anderes kennen, außer Nagellack, Peeptoes und Handtaschen, sollten nicht für 20EUR über Dosenöffner und Motorsägen schreiben.
4) Du sollst es nicht übertreiben – Auf einen bezahlten sollten zehn unbezahlte Beiträge kommen.

Obligatorisches Umhängekarterl

Die anschließende Diskussion hat mich teilweise schwer überrascht, wenn nicht schockiert zurück gelassen.

Wie erwähnt, hatte ich geglaubt, dass meine “Bitte kennzeichnet bezahlte Inhalte!”-Sache schon bald jedem bei den Ohren heraushängt. Nein. Gefreut habe ich mich dabei über all jene, die interessiert nachgefragt haben, wie sie denn nun richtig kennzeichnen und worauf man achten sollte, um seine Leser richtig zu informieren. Nicht so gefreut habe ich mich über Aussagen, dass wohl jeder Leser mit durchschnittlichem IQ herauslesen würde, welche Beiträge denn bezahlt sind. Auch die Meinung, dass es doch des Leser’s Problem sei, wenn er sich über nicht gekennzeichnete Beiträge ärgert und dann auf Nimmerwiedersehen verschwindet, überraschte mich. Freuen wir uns denn nicht über Leser? Sind die nicht das wichtigste Gut auf unserem Blog? Schätzen wir nicht die Interaktion mit ihnen?
Die anscheinende Geringschätzung der Leserschaft drückte sich für mich auch in der Aussage aus, dass die Leser doch wissen müssen, was es bedeutet, wenn ein Beitrag mit “Affiliate Link” gekennzeichnet ist. Und wenn nicht, Pech.

Fürs Protokoll: Ich seh das nicht so. Ich für meinen Teil schätze jeden Einzelnen meiner Leser sehr und möchte sie so gut wie möglich informieren, Hintergrundsachen bieten und ihnen die Konsumation meines Blogs so leicht wie möglich machen. Sie sollen sich auskennen, problemlos herumnavigieren können und ohne viel Schischi die Beiträge lesen und einordnen können. Weil ohne meine Leser würde mir das hier nur halb so viel Spaß machen. Bussi an euch.

Obwohl ich leider nur die vorletzte Diskussionsrunde mitbekommen habe, war ich doch etwas enttäuscht. Es schien mir im Vergleich zu anderen Barcamps recht unvorbereitet und ohne Dynamik. Es wurde ein bisschen um den heißen Brei herumgeleiert und aufgeatmet, als die Zeit vorbei war. Schade eigentlich, denn das Thema “Konsumsucht” hätte Potential gehabt. 20 Minuten vor Schluss hatte aber keine der sechs Damen am Podium noch etwas beizusteuern. Vielleicht liegt das aber auch an mir, denn meiner und Ivy’s Vortrag wurde als zu diktatorisch kritisiert.

Abschließend: Das Thema Kennzeichnung und der grundsätzliche Umgang mit bezahlten Reviews ist meiner Meinung nach noch lange nicht in den Köpfen der BloggerInnen angekommen. Meine Bitte: Es schwirren so viele unglaublich tolle Blogs dort draußen rum. Lasst sie euch nicht verschandeln durch fragwürdige Angebote zu blöden Produkten, unehrlichen Reviews und fehlender Kennzeichnung. Eure Leser vertrauen euch und lesen euren Blog, eben weil sie eure ehrliche Meinung schätzen. Macht euch das nicht kaputt und vergrault eure Leser nicht für ein nudeliges 20EUR Handstaubsauger-Angebot.

Danke & Peace. Foxy out.

4 Comments

  1. und eine überhaupt nicht mehr diskutierte alternative: der vollkomene verzicht auf bezahlte produktplatzierungen oder ähnliches. manchmal komme ich mir wie ein modeblogdinosaurier vor – ich habe bisher alles, was in der richtung kam, in den letzten 4,5 jahren abgelehnt.

    Thumb up 0 Thumb down 0

  2. Hallo Anne,

    Damit hast du natürlich vollkommen Recht. Ich selbst habe auch noch nie einen bezahlten Review geschrieben und hab es auch nicht vor.

    Mit dieser Haltung kommt man sich allerdings ziemlich einsam vor. Auf der anderen Seite will ich es aber niemandem “verbieten” oder schlecht reden, denn unter bestimmten Umständen können diese Reviews ja auch ganz in Ordnung sein. Und dass jemand mit seinem Hobby Geld verdient, ist ja auch nicht grundsätzlich abzulehnen.

    Thumb up 0 Thumb down 0

  3. nein, natürlich kann und soll das jedeR für sich entscheiden. schlimm finde ich nur, dass blogs in erster linie dann als “erfolgreich” gelten, wenn kooperationspartnerInnen/werbepartner (und hier: je hochwertiger, desto besser) auf den blogs präsent sind. darüber hinausgehende inhalte oder gar texte ziehen da eindeutig den kürzeren, da die insbesondere im “modeblogbusiness” maximal die dritte geige spielen… ;-)

    Thumb up 1 Thumb down 0

  4. sehr interessant. Ich bin genau deine Meinung dass man seine Kredibilität nicht verloren sollte!!

    Thumb up 0 Thumb down 0

Leave a Reply