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“Kannst du BITTE mal dein Telefon aus der Hand legen?”

“Kannst du BITTE mal dein Telefon aus der Hand legen?”

Foto: Rolf http://rolfgeneratedcontent.com/2014/05/08/mini-bericht-zum-tag-2-auf-der-republica-2014-bunt/

Guten Morgen. Da sitze ich nichtsahnend bei der re:publica Konferenz und höre mir eine Session von Kate Miltner zum Thema “Put Down That Phone And Talk To Me. Mixing Mobile Phones and Relationships” an. Ist irgendwie ein Thema, das mir schon länger in der Birne rumsaust, aber so wirklich näher damit befasst habe ich mich nicht. Kate Miltner hat mir nun einen wichtigen, halbstündigen Anstoß gegeben, ein paar Punkte für mich und für die Welt ein für alle mal festzuhalten.

Es ging also im Grunde um die Annahme, dass Smartphones unsere sozialen Kontakte so weit negativ beeinflussen, dass es sogar bis zur Zerstörung von Beziehungen kommt. Ihr wisst schon: Man sitzt im Kaffeehaus, unterhält sich mehr oder weniger angeregt und das Gegenüber packt das schöne Handy aus und fängt an, unmotiviert drauf rumzuscrollen. Miltner stellte Untersuchungen an und kam zu dem Fazit, dass es wohl nicht so dramatisch um unsere Beziehungen steht und wir Kontakte noch lange nicht abbrechen, nur wenn jemand mal aufs Handy starrt während einer “Unterhaltung”. Das glaube ich auch. Und das ist auch schön. Wichtig ist in dieser Affäre, dass wir damit nur ein Problem haben, wenn die PartnerInnen einer “Unterhaltung” unterschiedliche Auffassungen darüber haben, was nun gerade unhöflich und repesktlos ist und was noch ok ist.

Ist es ok, nur mal kurz eine ankommende SMS zu lesen? Ist es ok, nur mal kurz zu antworten? Ist es ok, dabei auch noch kurz in die Mails zu schauen? Und wenn ich schon dabei bin, könnte ich auch noch schnell bei Twitter vorbeischauen. Oder? Kate Miltner meinte, wir müssen uns nur einig sein und gemeinsame soziale Regeln aufstellen, was das elendige Smartphone am Esstisch angeht. Außerdem könnte man ja auch miteinander reden und dem/der GesprächspartnerIn mitteilen, wenn wir grad fünfzehn Minuten in die Decke gestarrt haben, weil der Twtterfeed spannender war als die gemeinsame Unterhaltung.

Vielleicht lest ihr schon heraus, in welche Richtung ich möchte. Ich glaube nämlich, dass es nicht so einfach ist. Für mich ist das ganze Thema eine sehr wichtige Frage von Respekt, den ich einer Person gegenüber zeige. Ich glaube nicht, dass es “ja nichts macht, wenn ich kurz aufs Handy schaue”.

Weiter oben habe ich das Wort Unterhaltung unter Anführungszeichen gesetzt. Warum? Weil wir keine Unterhaltung mehr führen, wenn du aufs Handy glotzt. Dann schweigen wir. Und du glotzt aufs Handy. Und ich an die Decke. Aber eine Unterhaltung führen wir nicht mehr.

Warum eigentlich nicht? Weil du wahrscheinlich auch der Meinung bist, nur “kurz” aufs Handy zu schauen. Tust du in den meisten Fällen nicht. Du bist meist über zehn lange Minute komplett ausgeknockt, hörst nicht zu und antwortest natürlich auch nicht.

Richtig, dein “ich hör eh zu” ist der nächste Blödsinn. Du liest, überlegst, schreibst, verlinkst, suchst, postest. Dabei mir auch noch zuzuhören, ist schlichtweg unmöglich.

Aber hey, so uncool will ich nun auch nicht sein. Wenn eine SMS eintrudelt und du liest sie, werde ich dir nicht den Kopf abreißen. So bin ich nunmal. Wenn ich dir aber gerade mein Herz ausschütte und einen Rat brauche, wir ernste Themen besprechen oder uns auch einfach nur angeregt unterhalten, dann hasse hasse hasse ich es einfach, wenn du dein blödes Smartphone aus der Tasche holst und deinen Twitterfeed checkst als wäre ich nicht genug, um mir deine Aufmerksamkeit zu schenken. Das ist so daneben.

Zur Verteidigung der SmartphoneglotzerInnen will ich auch eine Sache festhalten: Ich glaube nicht, dass ihr das mit böser Absicht tut. Dass ihr euch tatsächlich denkt “Boah die Alte langweilt mich mit ihrem Gequake so dermaßen! Ich schau mal was bei Facebook so abgeht”, will ich jetzt einfach einmal nicht annehmen. Ihr sollt aber wissen, wie das ankommt. Und es kommt nicht sehr gut an. Auch eine Sache, die wir während dieser Konferenz schon einige Male gehört haben: Es geht nicht darum, ob ich selbst einen Ausdruck, eine Formulierung oder eine Verhaltensweise in Ordnung finde. Ich sollte mir Gedanken machen, ob es für die Person, die davon betroffen ist, in Ordnung ist.

Zwei Dinge noch: Kate Miltner meinte, wir müssen nur gemeinsame Regeln aufstellen. Stimmt, das könnte und sollte ich einmal versuchen. Habe ich bis jetzt noch nicht. Ich ärgere mich lieber im Stillen und genieße es, wie eine dumme Kuh an einem Zweiertisch zu sitzen und in die Luft zu schauen, während mein Gegenüber auf 9gag.com surft. Mein Regel hieße dann: “Wenn wir uns unterhalten, lässt du dein Handy in der Tasche” und sehe vor meinem geistigen Auge schon die “Aber…” “Aber…” “Aber…” – Diskussionen. Darüber hinaus geht es mir eigentlich schwer auf die Nerven, meine Mitmenschen auf die Grundlagen des respektvollen und höflichen Umgangs mit einer anderen Person hinweisen zu müssen wie einen Volksschüler, der am Mittagstisch seine Eltern mit Erbsen bewirft.

Lustigerweise bilden sich die Leute ein, ich würde das auch ständig tun. “Du schaust ja selber immer ins Handy!” Weil sie mich mit Dingen wie Onlinesein, Posten, Surfen, Internet, Social Networks usw. richtigerweise verbinden. Aber ich achte da wirklich sehr streng darauf. Weil ich es besonders respektlos finde und meinen Mitmenschen Respekt gegenüber zeigen möchte. Also nein, wenn ihr mich kennt und mal scharf drüber nachdenkt, tue ich das nie. Nein, nie. (Außer fürs Foto, weil ich drum gebeten wurde ;)

Danke für die Aufmerksamkeit.

9 Comments

  1. Ich muss mich da leider selber etwas an der Nase nehmen. Nachdem ich das jetzt gelesen habe, fühle ich mich fast ein bisschen schlecht. Es ist eigentlich wirklich eine Unart, dass jeder ständig auf sein Handy starrt, wenn man sich irgendwo trifft. Ich glaub, ich muss daran arbeiten, das Handy wirklich einfach mal in der Tasche zu lassen.

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  2. Ute Hirtler |

    Danke, dass du ehrlich aufzeigst, wie respektlos das ewige Handy schauen ist und was für eine Wirkung es hinterlässt. Mich hat dieser Blog motiviert mich am Kravattl zu nehmen und mich in Zukunft respektvoll meinen gegenüber zu verhalten.
    In diesen Blog habe ich mich auch wiedergesehen.
    Und die Art wie du schreibst, ist interessant und amüsant!

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  3. Der Vibrationsalarm in meinem tollen Telefon ist seit längerem kaputt. Was für eine Wohltat! Bis auf das Problem dass ich in lauten Umgebungen manchmal Telefonate auch überhöre, bekomme ich auch einfach KEINE Benachrichtigungen von irgendwo mehr mit. Kann ich nur empfehlen! Also einfach den Vibrationsalarm im Smartphone eurer Wahl zerstören ;) – So long Matthias

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  4. @Matthias, das kann ich total nachvollziehen. Ich habe grundsätzlich auch keine Pushbenachrichtigungen aufgedreht. Es kommt mir dann immer vor, als würde mir mein Handy vorschreiben, wann ich etwas checken soll: “Hey guck mal! Da hat jemand was auf Twitter gepostet! Schau es dir an! Jetzt! Jetzt!” und das stresst mich. Ich schaue in alle Sachen rein, wenn ich das gerade möchte. Ist mir auch aufgefallen, dass sich die wenigsten davon nur benachrichtigen lassen können. Sobald man das gelesen hat, möchte man auch reinschauen und reagieren usw. Ginge mir genauso. Deshalb bleiben sie ausgeschaltet.

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  5. guter blog. ich will hier noch ein paar gedanken einwerfen.
    es ist prinzipiell schon eine unart und respektlosigkeit ständig in einer unterhaltung aufs smartphone zu sehen, in unserer digital branche etwas mehr akzeptiert… nur kaum einer sagt etwas zum gegenüber. weil wir oft glauben – ja das ist halt so ein twitterer, macht irgendwas mit social media.. es ist sein job.. aber zu 98% ist es halt grad keine megawichtige eskalation die nicht warten könnte.

    eine andere sache ist noch in kleingruppen also ab 3 personen… die eine person denkt dann.. na gut die 2 reden eh grad… klink ich mich aus… ist oft schade weil sich gespräche vielleicht ganz anders entwickeln würde wenn der dritte sich mit fragen einbringt.

    und zuletzt noch unsere historie mit diesen dingern. mit dem iphone 1 (2006??) kam das erste richtige consumer smartphone.. und wir etwas in die hände das uns ständig und überall unterhalten kann. von der arbeit die dabei ist bis zu tausenden games und theoretisch die verbundenheit mit allen freunden. genauso wie sich das lautstarke telefonieren in der öffentlichkeit etwas zurückentwickelt hat (weil es nicht mehr so cool ist jedem in der ubahn zu zeigen wie lautstark und wichtig man telefonieren kann)… so geschieht das vielleicht auch mit smartphones in unterhaltungen. wir haben die dinge also erst ein paar jahre in den händen und lernen besser damit umzugehen. es kommen immer mehr snooze, offline, silent usw usf. features die uns dabeihelfen wollen… aber im kopf den schalter umdrehen, dafür gibts (noch) keine app.
    ich hab fürs wochenende ein zweithandy, nur telefonfunktion und sms, weil ich nicht so diszipliniert bin. ich glaube nicht dass ein smartphone beziehungen beenden kann, aber sicherlich stören, und zwar so dass es durchaus heftig diskutiert wird mit partnerin, engen freunden etc.

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  1. Bauklötzchen oder Tablet oder beides | Foxy bloggt - [...] so verdammt große Sache draus machen. Wir benutzen unsere Handys, wie wir sie nun einmal benutzen (nur eine einzige ...

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