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Online Sachen kaufen – eine Typologie

Online Sachen kaufen – eine Typologie

 

flickr.com/photos/edkohler/

Ich hatte letztens das Vergnügen, online etwas zu verkaufen. Ich tue das nicht oft, denn Kleinigkeiten mit relativ wenig Wert gebe ich an wohltätige Einrichtungen. Größere, noch intakte und teure Gegenstände stelle ich dann aber schon mal rein. Das funktioniert grundsätzlich sehr gut und ich hatte noch nie gröbere Probleme. Weil das Internet ur toll ist für sowas. Leute kommen zusammen, die sonst nie zusammenkommen würden. Die Reaktionen reichen aber hundertfach für eine Sozialstudie. Ich schildere im Folgenden einige von mir definierte “Ich kaufe etwas im Internet”-Typologien aus Verkäufersicht mit dem Vorhaben, ein sehr gutes Produkt zu einem fairen Preis an eine interessierte Person zu bringen.

 

Der “Ich hasse dich weil du für dein Zeug Geld verlangst”-Typ

Sie hassen dich. Weil du Geld verlangst. Und ihnen dein gut gepflegtes MacBook in sehr gutem Zustand nicht nachwirfst wie einen alten Fetzen. Sie schreiben empörte Mails und rufen empört an, dass der Preis doch jenseitig von allem wäre, was man denn verlangen könnte. Das geht dann so:
“Ihr Preis ist viel zu hoch”
“Schade, dass Sie das so sehen”
“Wirklich, viel zu hoch”
“Ok”
“Alle anderen MacBooks sind viel günstiger”
“Dann kaufen Sie eines dieser?”
“Nein ich würde ja Ihres kaufen, aber…”
“Danke für die Info.”
“Aber…!!”


Die “Ich habe noch 17 andere, bessere Angebote”-Märchenerzähler

Selbstverständlich. Deshalb rufen sie dich auch ganz nervös an und klappern sicherheitshalber nochmal alle Konditionen ab. “Wie viel nochmal? Ah, so viel? Mh. Na ich mein, mir ist es eh egal, weil ich mein, ich hab noch so viele andere Angebote!” Fein. Dann mache dich auf und schnapp dir eines dieser Angebote. Wirklich, tu es! Voll ok für mich, ich überlebe das! Bitte, geh! Geh doch!!


Die “Ich brauche es wirklich ganz dringend”-Typen

… weil sie gestern alle Familienmitglieder bei einer Atomexplosion verloren haben und das Einzige, was jetzt noch helfen kann, ist mein MacBook zum halben Preis. Und das Auto haben sie auch gestern gestohlen. Und das Handy gerade. Jetzt gerade! Und ahja, Weihnachten ist doch auch und Jesus und so.


D
ie “Ich nehms, nein doch nicht, ja doch, nein, ja ok”-Nichtkäufer

Der Hund hat Durchfall, das Auto ein abgelaufenes Pickerl oder gerade breitet sich ein partieller, schlimmer Ausschlag am Augapfel unwillkürlich aus. All das können Gründe dafür sein, dass sich dieser Typ doch noch in der allerletzten Sekunde gegen den vorher ganzganzganzsicher zugesagten Kauf entscheidet. Die strenge Ehefrau, der sparende Ehegatte oder die blöden Eltern gehen natürlich auch immer.


Die “Unter-spontaner-Amnesie”-Leider

“Hallo, ist dein MacBook noch zu haben?”
“Ja”
“Wer sind Sie?”

o.O


Die “Das Wort Selbstabholung einfach Ingorierer”

Sie lesen es. Und sie ignroieren es. Den wichtigen Zusatz: “Nur Selbstabholung”. Dann rufen sie an und verhandeln darüber, ob man sich nicht doch irgendwie zusammenfinden könnte für eine Übergabe. Fragen kostet nix. Das stimmt, wenn es sich um ein Ladegerät oder eine Knoblauchpresse handelt. Das stimmt nicht, wenn es um eine mannshohe Kommode oder ein Doppelbett geht. Das kommt jetzt vielleicht überraschend aber nein, ich kann die Sitzgarnitur nicht ins Büro mitnehmen und in der Mittagspause vorbeibringen.


Die “Der Preis ist doch Verhandlungssache”-Verhandler

Ja, ist er. Denn wenn ein Verkauf zufriedenstellend für beide Parteien läuft, freuen wir uns . Eine “Ich geb dir die Hälfte. Nicht mehr”-SMS hat allerdings recht wenig mit verhandeln zu tun. Mit einer “Nein”-Antwort-SMS seid ihr dann ja auch nie zufrieden. Hach.


Der “Ich biete dir Goodies, die keine sind”-Anbieter

Man möge nicht glauben, was einem die Leute alles anbieten, außer dem Geld, das man gerne hätte. Unter Umständen auch Dinge, die man sowieso gefordert hatte, wie zum Beispiel die Selbstabholung, und rufen dich dann euphorisch an mit den Worten “Ich hole es sogar ab!!”.  Schön auch, das unwiderstehliche Angebot, “gleich noch am Sonntag Abend um 21:00″ vorbeizukommen. In welcher Welt ist das ein Argument? Platz Nummer 1 ist aber jemand, der mir 100 weniger geben, dafür aber einen Kuchen mitbringen wollte <3. Wenn im Kuchen ein grüner Schein eingebacken ist, bin ich dabei.


Die “Wozu gibt es Produktbeschreibungen”-Quälgeister

Jetzt bitte mal ehrlich: Wozu, um Himmels Willen, bemüht man sich um aussagekräftige Fotos und eine detailierte Produktbeschreibung, wenn man ohne Ende mit Fragen gequält wird, die eben jene ProduktBESCHREIBUNG wunderbar beantwortet hätte? Wie wollt ihr euch angemessen um mein MacBook kümmern, wenn ihr nicht imstande seid, diese zehn Zeilen sinnerfassend zu lesen? Und ja, wenn in der Beschreibung keine SSD angeführt ist, besitzt es auch keine. Und nein, wenn ihr am Foto ein MacBook in silber seht, ist es nicht weiß.

Nach diesem Kuriositätenkabinett an Dialogen konnte ich das MacBook an jemanden verkaufen, der sich über die Maßen darüber gefreut hat und so nett war, dass ich ihm diverse Teile noch gratis mit dazugab. So soll es.

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