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Ich dachte, ich mache mich dann mal selbstständig

Ich dachte, ich mache mich dann mal selbstständig

Foto by Tony Gigov

Das Leben und ich haben Anfang des Jahres einen Deal gemacht: Selbstständigkeit. Weil es eine Seite ist, die ich noch nicht kenne. Und vermutlich, weil ich das immer schon wollte.

Im zarten Volksschulalter wollte ich nichts anderes als Lehrerin werden. Kurz darauf dann Direktorin. Dann aber doch lieber Ergotherapeutin. Nein falsch, Journalistin! Ja, das will ich machen! Bis zu dem Tag, als ich es einige Monate wirklich machte. Da wollte ich es nicht mehr machen. Aber immerhin verdichtete sich mein Berufswunsch: Irgendwas mit Kommunikation. Durch einige glückliche Fügungen kam ich mit tollen Menschen in Kontakt und hatte es dann recht bald entschieden: Online Kommunikation! Social Media Sachen! Yay! Nach ein paar schlauen Seminaren auf der Uni, wichtigen Praktika und ersten Berufserfahrungen war mir also der Inhalt dessen, womit ich mein Geld verdienen möchte, sehr klar. Es fehlten nur noch die Rahmenbedingungen.

Was für eine Frage. 40 Stunden Vollzeitanstellung natürlich. Jeden Monat das fixe Gehalt bekommen, Arbeiten von MO-FR, Urlaubswochen, Krankenstand, Pensionszeiten und all diese komplizierten Sachen sind geregelt. Verbunden mit einem Job, der Spaß macht, mit netten KollegInnen und Entwicklungsmöglichkeiten. Darauf habe ich hingearbeitet, in kleinen Schritten und immer schön der Reihe nach. Auf meinem Weg habe ich viel gelernt, bin auch manchmal gestolpert, aber habe alles recht ordentlich auf die Reihe bekommen.

Auf die Idee, mich selbstständig zu machen, bin ich nie gekommen. Ausschließlich Horrorgeschichten habe ich darüber gehört. Mit all der Bürokratie, den Risiken, dem Druck und der Unsicherheit wollte ich nichts zu tun haben. Da bin ich ein Schisser. Ich wollte mich auf meine Arbeit konzentrieren, etwas weiterbringen und mich nicht mit all den Nebensächlichkeiten herumärgern, die viel Zeit und Geld kosten. Dennoch: Im Grunde meines Herzens hat es mich immer gereizt. Die individuelle Arbeitsweise ausleben, flexibel und spontan sein, kreativer und freier denken zu können. Aber die viel zitierten Nachteile haben mich immer abgehalten.

In meinem 40 Stunden Angestelltenverhältnis war ich sehr glücklich. An der Uni Wien hatte ich die Freiheit, die Social Media Kommunikation von Null weg entwickeln, aufbauen, gestalten und leiten zu dürfen. Eine tolle Aufgabe mit vielen Höhepunkten. Und gerade dann, wenn man glaubt, so richtig angekommen zu sein, die Gedanken „Und was wäre, wenn…?“

Was wäre, wenn ich unterschiedliche KundInnen betreuen könnte? Verschiedene Projekte? Mehrere Themen? Mh. Vielleicht sollte ich? Nein, ich kann nicht. Aber es könnte gehen? Nein, lieber nicht. Ich will nur wissen, ob ich es könnte. Aber das Risiko?! Uschi, tu es! Verdammt!

Und wie das Leben so ist, stellt es dir natürlich jemanden an die Seite, der gerade am selben Punkt angekommen ist wie du. Mit dem du wunderbar zusammen arbeitest, der deinen Vogel akzeptiert und der mitziehen will. Und nach einigen Gesprächen und Bieren, fasst du irgendwann den Entschluss „Wir schaffen das!“

Recherchen, Telefonate, Diskussionen, Ängste, Stolpersteine, Zweifel, Rückziehergedanken, noch mehr Recherchen, ein paar Tränen und noch ein paar Gespräche später ist es dann geschafft: Man hat den sicheren, guten, befriedigenden und vernünftigen 40h Job aufgegeben und bei der WKO den Gewerbeschein gelöst. Scheiße was tue ich hier eigentlich.

Ich persönliche habe für mich die Überrumpelungstaktik gewählt. Das mache ich immer so, wenn ich Angst habe. Ich tue es, bevor ich überhaupt überrissen habe, was geschieht. Beim Sport in der Früh genauso, wie beim Schritt in die Selbstständigkeit. Ich wusste, dass ich es will und dass ich es kann. Die guten FreundInnen haben mir gesagt, es sei eine grenzwertige Idee und mich dennoch unterstützt. Aber am Ende des Tages muss man dafür vor allem mit sich selbst im Reinen sein. Das war ich. Ich war davon überzeugt, dass ich es kann und dass es funktionieren wird. Tschakka!

Für manche Dinge habe ich einfach ewig gebraucht, wie für meine Website: www.onlinestreusel.at Tausendmal habe ich Inhalte, Gliederung und einzelne Worte geändert. Als wäre es irgendjemandem aufgefallen. Aber es war mir wahnsinnig wichtig. Es muss rüberkommen, was ich kann und mache, aber vor allem muss es zu mir passen. Leere, fancy Worthülsen und aufgeblasenes Gelaber konnte ich noch nie und sollte man auch nicht von mir erwarten. Ich möchte den Leuten beibringen, authentisch zu kommunizieren, da sollte ich es selbst auch so machen. Außerdem kann ich eh nicht anders.
Neue Fotos hatte ich ganz flott. Der wunderbare Tony Gigov hat wie immer dafür gesorgt, dass Uschi aussieht wie Uschi nun einmal aussieht.

Foto by Tony Gigov

Gewarnt hat man mich ja ganz besonders vor der Bürokratie. Versicherung, Finanzamt, Steuersachen und so. Auf diesem Gebiet bin ich völlig blank. Grundwissen habe ich mir anrecherchiert, für den Rest brauchte ich kompetente Unterstützung, das wusste ich. Das bin ich auch bereit, zu bezahlen. Ich möchte nicht irgendwann dastehen und mich mit unerwarteten Zahlungen erwürgen. Also arbeitete ich von Anfang an mit einem Finanzberater zusammen, der mir mit allem half und regelmäßig einen Blick auf meine Zahlen wirft. Thema erledigt. Große Erleichterung.

Zwei Dinge blieben dann noch übrig: 1) Werde ich in sechs Monaten unter der Brücke wohnen? 2) Wie sage ich es meinen Eltern?

Ich machte mir sehr viele Gedanken darüber, wie meine Eltern das denn alles so finden würden und wie ich es ihnen am besten verklickern könnte. „Hey Papa, ich habe meinen sicheren 40h Job hergegeben und bekomme in sechs Wochen mein letztes Vollzeitgehalt. Cool oder?“ Dass die Kinder jobmäßig gut aufgestellt sind und sie sich diesbezüglich keine großen Gedanken machen müssen, ist glaube ich allen Eltern ein Anliegen. Deshalb zappelte ich ewig rum. Irgendwann fuhr ich zu ihnen und legte los. Ich zählte die Gründe für meine Entscheidung auf und alles was dafür sprach, was ich alles schon geregelt hatte und wie ich mir das alles vorstellte. Ohne Punkte und Komma. Bis mich mein Papa unterbrach und meinte „Mäuschen, warum rechtfertigst du dich denn seit 20 Minuten? Das ist eine großartige Sache und du wirst es perfekt meistern. Entspann dich mal.“
Eltern. Liebe.

An dieser Stelle auch der größte Dank an meine bessere Hälfte, für den es eine Sache von zwei Minuten war, allem seine Zustimmung und volle Unterstützung zu geben: „Ob ich dafür bin? Was für eine Frage. Ich bin neidisch, dass du so viel mutiger bist als ich und dich das traust. Es wird toll. Was willst du zum Abendessen?“

Ich konnte also loslegen. Die Ausrichtung war mir sofort klar. Beratungstätigkeit für Social Media Kommunikation. Wichtig dabei ist mir, dort, wo es stattfindet, zumindest ein Grundverständnis zu schaffen. Ich halte wenig davon, Social Media Präsenzen zur Gänze für eineN KundIn zu betreuen. Die Basis muss im Unternehmen selbst liegen, denn ich als Beraterin kann nie die Themen, die Gefühle und die Authentizität rüberbringen, die direkt im Unternehmen vorhanden sind. Will ich auch nicht. Insofern biete ich auch gerne Schulungen und Workshops an, um den Social Media Leuten dort die wichtigsten Kompetenzen zu vermitteln. Begleitend und beratend bin ich dann gern tätig. Ich weiß, mehr Geld könnte man verdienen, wenn man sich monatelange Komplettbetreuungen der Kanäle bezahlen lässt und das Wissen im eigenen Hirn bunkert, aber das ist nicht mein Ansatz. Qualität und so.

Zu meinem vollkommenen Glück fehlte mir nur noch Frau Konfetti-Werferin Michi Wein. Die Frau, mit der ich zwei Jahre lang die Social Media Kommunikation an der Uni Wien als unschlagbares Zweierteam geschupft habe. Die Frau, die ein Online-Magazin gegründet und geleitet hat, auch klassische Medienarbeit beherrscht, für all die komplizierten Excel-Sheets verantwortlich ist und dafür sorgen wird, dass wir bald Post-its mit unseren Logos drauf haben. Michi, danke! Du Wahnsinnige.

Foto by Tony Gigov

Wenn ich nach nur wenigen Wochen ein Fazit ziehen müsste: Es war richtig. Natürlich war es das. Die Disziplin hat mich gut im Griff, ich stehe immer noch in der Früh und nicht zu Mittag auf, wohne noch nicht unter der Brücke und darf bereits einige ganz tolle Projekte betreuen. Ich will, dass es so weitergeht. Und wenn mein chaotisches, kreatives Hirn am Mittwoch Vormittag einfach eine Pause braucht, um Trash TV zu gucken, dann bekommt es die. Es muss sich nur im Klaren darüber sein, dass es sich dann am Samstag Nachmittag hinsetzen muss. Das ist ok.

Leben, das war ein guter Deal.

3 Comments

  1. Glückwunsch zu deinem Mut und zu dieser tollen Entscheidung, ich wünsche dir weiterhin viel Spaß und viel Erfolg bei der Selbstständigkeit! Ich habs vor ein paar Jahren auch “getan” und bisher keine Minute bereut. ;)
    LG aus München
    Olaf

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  2. sehr schöner text. daraus können sich viele die motivation ziehen die einen ähnlichen schritt überlegen.

    bzgl. website text – dass hunderte stunden in text, bild, layout reingegangen sind merkt der leser, erst wenn es für einen nach der xten korrekturrunde “rund ist”.. dann solls raus. soviel zeit sollte man auch bei kundenprojekten haben :)

    alles gute!

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