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Wie gestalte ich den perfekten Blogbeitrag?

Wie gestalte ich den perfekten Blogbeitrag?

Wie lange muss ein guter Blogbeitrag mindestens sein? Welche Länge darf er nicht überschreiten? Wie muss die Überschrift sein? Welche Bilder muss ich verwenden? Sind Links gut? Oder Videos? Wie viele davon? Wo muss ich ihn dann posten? Muss ich Kooperationen machen? Und wie schaffe ich es, dass ich im Google Rank weiter nach oben rutsche? Alles Fragen, die sich BloggerInnen stellen können um den perfekten Blogbeitrag zu schreiben. Widmen möchte ich mich aber einer anderen Frage, nämlich: Warum müssen denn Blogbeiträge total perfekt sein?

 

 Perfekt, perfekt, perfekt

Eh ein bescheuertes Wort. Überall wehren wir uns sinnvollerweise dagegen und fragen uns: Was ist schon perfekt? Nun hat aber die ungeliebte Perfektionierung auf meine geliebten, unperfekten Blogbeiträge übergegriffen. Beiträge, die aus Launen heraus geschrieben werden. In der U-Bahn, während einer faden Vorlesung auf der Uni und anstatt die Wohnung aufzuräumen. Beiträge, die Rechtschreibfehler, einen chaotischen Aufbau, Vertippsler und grauenhafte Grammatik enthalten. Beiträge mit viel zu vielen oder viel zu wenigen aber jedenfalls ziemlich schlechten Bildern. Beiträge mit ach so unpassender Wortwahl oder ärgerlichen Verallgemeinerungen. Beiträge aus dem Leben. Ich liebe sie.

Die Leichtigkeit des Bloggens

Beim Mediencamp letzte Woche stellte sich jemand mit den Worten vor “Alle haben einen Blog, außer mir”. Scheint fast so. Auch wenn die Person es sicher anders gemeint hatte, als es bei mir ankam. Ich steh drauf, dass viele Leute ihre ganz persönliche Spielwiese namens Blog haben und dort, frei von allen “So muss man das machen” ihr Gehirn-Krims-Krams aufschreiben. Ziemlich egal, ob das dann gelesen wird oder nicht. Spielwiesen, die man vor allem deshalb befüllt, weil man eine ganz persönliche Freude daran hat. Wenn es dann zum Austausch über bestimmte Themen mit Anderen kommt: Noch besser. Doch diese Leichtigkeit des Bloggens geht mir in letzter Zeit etwas ab. Es fehlt mir, dass wild, emotional und mit etwas weniger Rücksicht auf Verluste das aufgeschrieben wird, was einem gerade auf der Seele brennt. Vieles wirkt wie mit der Handbremse verfasst und immer darauf bedacht, nirgends anzustreifen. Kontroverse Meinungen werden mit einem artigen “Aber nicht dass ihr mich falsch verseht” eingeleitet und Themen werden möglichst glatt gebügelt und allgemeingültig abgefrühstückt. Und das auf einer Plattform, die nur mir gehört. Auf der ich so ziemlich alles fabrizieren kann, was mir gerade zwischen die Gehirnhälften schießt.

Mein kleiner, unperfekter Blogbeitrag hat Angst

Bloggen hat massiv an Bedeutung gewonnen. Und das finde ich gut. Ich liebe ja Blogs. Damit geht aber auch einher, dass Menschen dafür Geld zahlen und andere Menschen Geld verdienen. Und dann wirds wie immer kompliziert. Man sitzt nicht mehr nur in Pyjamahose sonntags vor dem Fernseher und tippt nebenbei ein paar Gedanken nieder. Man steckt irre viel Arbeit in die Geschichte, recherchiert, interviewt, schreibt, fotografiert, gestaltet, verlinkt und tut. Dann aktualisiert man wie ferngesteuert die Klickzahlen und hofft, dass die Menschen mögen, was man veröffentlicht hat. Und vielleicht zurückverlinkt, retweetet, kommentiert, registriert, anfragt, man bedeutsam und verdammt reicht wird. Da fürchten sich meine undifferenzierten Beiträge, die eventuell ein bisschen zu viele Schimpfwörter enthalten und in einem Blogdesign präsentiert werden, das schon vor zwei Jahren nicht mehr cool war.

Nun will ich niemandem absprechen, Dinge gut zu machen. Alles kann und soll nebeneinander existieren. Die glatt gebügelten Hochglanzbeiträge und die dusseligen, charmanten Tagebuchstatements. Seid perfektionistisch und schreibt verschnörkelte Überschriften, die möglichst viele Klicks versprechen. Ersetzt Karfiol durch Blumenkohl, weil das SEO-technisch irgendwie sinnvoller ist. Lasst eure Partner tausend Fotos schießen, bis ihr die richtige Mischung aus Lächeln und Coolness drauf habt. Macht fancy Gewinnspiele und Bloggerkooperationen.

Aber pfeift auch mal drauf. Schreibt einfach. Direkt von der Seele weg. So, wie ihr euch das in diesem Moment gedacht hab. Ich freu mich drauf.

PS: Perfekte Überschrift, ha?

2 Comments

  1. Ha, das gefällt mir. Ich denke, dass genau dieses Verlangen nach perfekten Blogeinträgen der Grund ist, dass sich das Bloggen immer mehr verabschiedet Stattdessen kriegen Plattformen wie Twitter und Facebook die kleinen Gedanken ab, die sich halt nicht immer in Einleitung, Hauptteil, Schluss gliedern lassen.

    Ich versuch’ dem jetzt auch ein bisschen entgegen zu wirken und meinen (persönlichen) Blog mehr als Notizblock, und weniger als zukünftiges (oder aktuelles) Portfolio zu sehen. Da wird dann halt auch nicht jeder Post automatisch auf allen Plattformen cross-gepostet, sondern auch einfach mal quasi ins Leere geschossen. Wer dann was davon hat (und ob überhaupt), das müssen dann halt alle anderen für sich entscheiden.

    Zuguterletzt schadet’s auch nicht, mal wieder direkt unter den Blogeinträgen zu kommentieren, nicht nur unter den jeweiligen Facebookposts. Schon allein, damit die Diskussion dann einem selbst, und nicht den anderen Plattformen gehört.

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  2. Genau deshalb mach ich für meine Blog-Projekte auch keine wirkliche Werbung. Es macht mir einfach zu viel Spaß um mich mit falschem Perfektionismus reinzusteigern

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